Beiträge von Haldenkind

    Meine Ausgangssituation: ich möchte eine Tour von ca. 700 km unternehmen und alle 1,5 Stunden oder 200 km eine Pause machen. Diese Pause möchte ich dann zum Laden nutzen.


    Wie geht ihr die Planung einer längeren Tour an?

    Habt ihr Vorschläge, wie ich vorgehen kann?

    Auf längeren Touren machen wir meistens alle 2 - 2,5 Stunden (oder 200 - 250 km) eine Lade-/Kaffeepause von meist 25 - 35 Minuten, in denen i. d. R. genug Strom für die nächste Etappe nachgeladen wird. Die von der BMW-Ladeplanung vorgeschlagenen Stopps finde ich meist nicht so dolle, weil die z. B. nicht immer meine präferierten Ladepartner zum Zuge kommen lässt, oder es an der vorgeschlagenen Ladestation keine Infrastruktur (Kaffee/Toilette) gibt oder hin und wieder unnötige Umwege gemacht werden sollen (einmal sollte ich auf einer langen Autobahnfahrt an einer Ladesäule in *Gegenrichtung* laden, obwohl in Fahrtrichtung eine freie Ladesäule desselben Anbieters verfügbar war, was bei Befolgung der Ladeplanung einen Umweg von rund 40 km bedeutet hätte). Daher plane ich Langsteckenfahrten auf unbekanntem Terrain i. d. R. mit A Better Routeplanner vor und suche mir die auf der Strecke passenden Lademöglichkeiten raus. Allerdings habe ich auch feststellen müssen, dass es oft ziemlich anstrengend und mühsam sein kann, eine bestimmte Ladestation als (Zwischen-)Ziel in das BMW-Navi zu bekommen, damit dann auch die Vorklimatisierung funktioniert. (ich könnte natürlich auch ABRP über Carplay als Navi benutzen, aber dann habe ich wieder keine Vorkonditionierung über das BMW-Navi)


    Mit der Zeit hat man dann aber auch bestimmte "Lieblings-Ladestationen", die man auf bestimmten Strecken immer wieder anfährt. Die landen dann z. B. in den Favoriten oder man startet wenn nötig die Vorklimatisierung unterwegs rechtzeitig manuell.

    Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Einerseits begrüße ich es natürlich, dass die Plakettenpflicht für offensichtlich schadstoffarme Fahrzeuge mit E-Kennzeichen entfällt, andererseits frage mich mich, wieso man den ganzen damit verbundenen Verwaltungsaufwand und Bürokratieirrsinn nicht generell mal novelliert. Schließlich bekommt die grüne Plakette auch jeder Benziner mit geregeltem 3-Wege-Kat (also alle, die ab 1989 zugelassen wurden; Benziner, die davor zugelassen wurden, können mit einem H-Kennzeichen trotzdem in die Umweltzonen einfahren) und alle Diesel mit Partikelfilter (Pflicht ab 2009). Was daran jetzt "Bürokratieabbau" sein soll, dass die weiterhin alle mit Plaketten ausgestattet werden müssen, dass die Umweltzonen alle mit entsprechenden Beschilderungen ausgestattet werden müssen (allein hier in der Umweltzone Ruhrgebiet sind das Hunderte) und dass jeder ausländische Besucher sich eine entsprechende Plakette besorgen muss (auch die E-Autofahrer, die ja im Ausland kein "E-Kennzeichen" haben), erschließt sich mir nicht. Übrigens entfällt die Plakettenpflicht dann ja auch nicht für E-LKW der Klasse N3, weil die ja auch kein E-Kennzeichen bekommen. Die Maßnahme kann also nur ein allererster winzig kleiner Minischritt auf dem Weg zum Bürokratieabbau sein.


    M.E. sollte man die Bestrebungen besser dahin richten, den europäischen Umweltzonen- und Plakettendschungel generell mal ein bisschen zu lichten und zu vereinheitlichen. In Frankreich gibt es z. B. mit der Crit'AIR Plakette der Kategorie 0 ein Kennzeichen, dass ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge erhalten (anders als das E-Kennzeichen in Deutschland, welches auch fette Plug-in-SUVs mit armdicken Auspuffrohren erhalten, sofern sie vor 2018 zugelassen wurden und nur 30 km elektrisch fahren können). Entsprechend eindeutig erkennbar sind emissionsfreie Fahrzeuge im Vereinten Königreich, nämlich an einem Nummernschild mit grünem Balken. So eine eindeutige und einheitliche Kennzeichnung würde ich mir mal für ganz Europa wünschen, dann bräuchte ich nicht für jedes Land oder gar jede Umweltzone eine andere Plakette oder Kennzeichen-Registrierung.

    Hat auch vielleicht mit den "Seltenen Erden" zu tun, die nicht mehr nach Deutschland geliefert werden ... somit kann man keine Akkus bauen.

    Das sollte nicht damit zusammen hängen. Für die Akkus werden m. W. gar keine "seltenen Erden" gebraucht, sondern die finden sich üblicherweise in den Elektromotoren, jedenfalls in den permanenterregten Elektromotoren, die bei vielen Herstellern zum Einsatz kommen und bei denen das Magnetfeld im Rotor von einem Permanentmagneten (z. B. aus Neodym) erzeugt wird. BMW wirbt jedoch damit, bei seinen aktuellen BEVs fremderregte Elektromotoren einzusetzen, bei denen das Magnetfeld durch mit Strom versorgte Spulen (also quasi Elektromagneten) erzeugt wird, und die daher ohne seltene Erden auskommen, siehe https://www.bmw.de/de/elektroa…gie.html#motortechnologie

    Ich glaube, Node-RED brauchst du dafür gar nicht. In Home Assistant gibt es die BMW Connected Drive Integration, die auf bimmer_connected basiert. Die beinhaltet verschiedenste Sensoren und Statusmeldungen (z. B. Kilometerstand, Restreichweite, SoC, Position, Reifenluftdruck, Zustand von Fenster und Türen etc.) sowie Steuerelemente (Türverriegelung, Hupe, Lichthupe, Klimatisierung, Ziel-SoC).


    Spannend wird das übrigens, wenn man die Position dann noch in einer InfluxDB längerfristig speichert und das ganze dann über ein Grafana Dashboard in einer Karte anzeigen lässt. Im Gegensatz zu unserem MINI SE, der seine Position nur beim Ein- und Ausschalten des Fahrzeugs an BMW meldet, meldet der iX1 die Position nämlich alle 5 Minuten an BMW, wenn man die Fahrtaufzeichnung in den Datenschutzeinstellungen einschaltet. Da kommt dann mit der Zeit ein ganz schön gruseliges Bewegungsprofil zusammen. Das sollte man vielleicht im Hinterkopf haben, wenn man die Datenschutzeinstellungen seines BMW konfiguriert. ;)